Kreis-FDP wählt Schorn zum Landtagskandidaten

Mechernich. Einstimmig war das Ergebnis für Frederik Schorn, der am vergangenen Mittwoch von seinen Parteifreunden zum Direktkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Mai gewählt wurde. Amtsinhaber Dr. Ingo Wolf hatte im Vorfeld seinen Rückzug aus der Politik nach 16 Jahren als Berufspolitiker angekündigt.

Vor den Parteimitgliedern im Kommerner Hotel Eifeltor skizzierte das 24-jährige Kreistagsmitglied Schorn seine Überzeugungen im Hinblick auf die Wahl im Mai. Vor allem die Bildungspolitik von Schulministerin Löhrmann kritisierte er dabei kräftig. So sei die Inklusion in NRW ein „Sparprogramm an den Schwächsten in unserer Gesellschaft“, da die bewährte Förderschulstruktur systematisch zerstört würde. Zur aktuellen Debatte um G8 mahnte Schorn an, „die Errungenschaften des neuen Systems nicht dem Wahlkampf zu opfern.“ Vielmehr müsse G8 verbessert werden, etwa durch eine Rückkehr zu G9 bei Verkürzung der bislang dreijährigen gymnasialen Oberstufe, so Schorn weiter.

Zudem nannte Schorn die Haushaltspolitik der rot-grünen Landesregierung als „desaströs“. Während andere Länder bereits Schulden tilgten, nehme NRW auch dieses Jahr Milliardenschulden auf – trotz Rekordsteuereinnahmen. „Die Schulden von heute müssen kommende Generationen zahlen.“ so Schorn abschließend.

Der Klein-Vernicher ist studierter Politikwissenschaftler und arbeitet beruflich für die Stadt Köln im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Seit der Kommunalwahl 2014 sitzt er im Kreistag und kümmert sich dort vor allem um die Jugendhilfe im Kreis.