Einbruchskriminalität: Innenminister Jäger stellt das Vertrauen in den Staat auf’s Spiel

Der Kreis Euskirchen hat eine der höchsten Einbruchsquoten des Landes. Schuld daran sind die Einbrecher, die Autobahn und InnenministerJäger (SPD). Aus meiner Sicht steht aber mehr auf dem Spiel als verlorener Schmuck und kaputte Haustüren. Was ist zu tun?

Mittlerweile hat jeder einen Bekannten, Nachbarn oder kennt einen Haushalt im Dorf, bei dem eingebrochen wurde. Bei mir sind es die hochbetagten Großeltern in Weilerswist, bei denen vor Jahren eingestiegen wurde. Im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern ist die Sorge vor weiteren Einbrüchen allgegenwärtig.

Die rot-grüne Landesregierung kennt die seit Jahren steigenden Zahlen der Einbruchskriminalität. Trotzdem tut sich viel zu wenig. Für den gesamten Südkreis Euskirchen, einer Fläche von etwa 750 Quadratkilometern, stehen nachts nur zwei Streifenwagen zur Verfügung. Gäbe es nicht aufmerksame Nachbarn – das Risiko, erwischt zu werden, ginge gegen null.

Dabei steht viel mehr auf dem Spiel als verlorener Schmuck, Autoradios oder das individuelle Sicherheitsgefühl.  Es ist eine der wichtigsten Grundlagen des modernen, liberalen Staats, dass die Bürgerinnen und Bürger von ihm geschützt werden. Im Gegenzug verzichten sie auf einen Teil ihres Einkommens und natürlich darauf, das „Naturrecht“ selbst zu vollstrecken.

Hier müssen wir unbedingt ran! Wir brauchen mehr Polizisten auf der Straße statt bei Show-Veranstaltungen wie dem „Blitzer-Marathon“. Wir müssen mehr Polizisten einstellen. Hierzu ist es notwendig, dass wir den Polizeidienst wieder für gute Realschülerinnen und -Schüler öffnen. Wir müssen an den Flächenansatz der Polizei ran: Weniger Menschen auf mehr Fläche bedeuten eben nicht weniger Kriminalität.

Kurzum: Wir brauchen wirksame Maßnahmen. Jeodch keine Show wie etwa mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, denn hier wird ein Grundrecht des liberalen Staats, die Sicherheit, gegen ein anderes ausgespielt: Die Freiheit.