Danke! – Und nun?

Vielen Dank den 10.821 Menschen im Kreis Euskirchen, die den Freien Demokraten insgesamt und mir persönlich das Vertrauen ausgesprochen haben! Gemeinsam mit unzähligen Parteifreunden habe ich in den vergangenen Monaten Wahlkampf gemacht – von Nettersheim bis Weilerswist und im Internet. Zusammen haben wir mit 13,82% bzw. 9,98% das beste Landtagswahlergebnis sowohl bei Zweit- als auch bei Erststimmen aller Zeiten im Kreis Euskirchen erfochten. Das habe ich nicht allein geschafft, der Dank gilt daher allen Unterstützern!

An dieser Stelle bedanke ich mich auch bei Staatsminister a.D. Dr. Ingo Wolf, der den Kreis Euskirchen in 17 Jahren Landtag herausragend vertreten hat.

Herzlichen Glückwunsch auch an Klaus Voussem zur überzeugenden Verteidigung des Direktmandats.

Völlig unerwartet für alle Seiten hat der Wähler schwarz-gelb den Regierungsauftrag gegeben. Ich habe mir mit der Bewertung des Ergebnisses einen Tag Zeit gelassen – und währenddessen Mails und Anrufe von FDP-Wählern aus dem Kreis erhalten, die sich fragten, warum die FDP sich so „ziere“, in Verhandlungen mit der CDU einzutreten.

Erstaunt war ich auch über manche Reaktion in der CDU und den Medien. Es wurde über einen „neuen Kurs der Eigenständigkeit der FDP“ berichtet. Ich hatte nicht geglaubt, dass das Bild der FDP als Unions-Anhang offenbar wirklich noch so präsent ist. Die neue FDP geht immer in die Koalition, in der sie ihre Kerninhalte verlässlich einbringen kann, oder sie geht eben in keine Koalition. Nichts anderes würden CDU oder SPD von sich behaupten.

Eine schwarz-gelbe Rregierung hat schon einmal gut für Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Ich bin überzeugt, dass sie für den Kreis Euskirchen das beste Bündnis sein kann. Aus meiner Sicht muss in Koalitionsverhandlungen folgendes inhaltlich für den Kreis Euskirchen erreicht werden:

  1. Die umfassende Digitalisierung unserer Schulen mit Anpassungen im Lehrplan, d.h. die Einführung des Schulfachs Wirtschaft auf weiterführenden Schulen
  2. Der Lückenschluss der A1 muss bedeutend vorangetrieben werden
  3. An die Inklusion muss völlig neu herangegangen werden. Die Förderschulen gestärkt, Schwerpunktschulen eingeführt werden.
  4. Die Kommunalfinanzen müssen neu geordnet werden. Die „Einwohnerveredelung“ reformiert und die gezielte Benachteiligung des ländlichen Raums beendet werden.
  5. Das leistungsdifferenzierende, sprich mehrgliedrige Schulsystem, darf nicht weiter zu Gunsten der „Schulen des längeren gemeinsamen Lernens“ ausgehöhlt werden.
  6. Der Flächenansatz der Polizei muss deutlich verbessert werden.
  7. Der Mindestabstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung muss stark vergrößert werden.

Dieser Wahlsieg wurde im ländlichen Raum errungen. Es liegt jetzt an CDU und FDP, dieses Zeichen richtig zu deuten.